Kabarettherbst 2019

no risk, no fun :-)

BlöZinger | Vorzügliche BetrACHTungen - ein Best of

Freitag, 20. September 2019

In ihrem achten Bühnenprogramm versammelt das Kabarettduo BlöZinger einige Figuren der ersten sieben Programme in einer Geschichte. Als Großmeister der Gestik und Mimik benötigen sie dazu nur ein Minimum an Requisiten. Trotzdem öffnet sich vor dem inneren Auge des Publikums eine komplexe, fantasievolle und originelle Welt voll Humor. Mit gewohnt schauspielerischer Raffinesse widmen sich Robert BLÖchl und Roland penZINGER in „Vorzügliche BetrACHTungen“ ihrem bisherigen Oevre und setzten dabei mehr als ein Best Of in Szene. Zurecht wurde BlöZinger schon zweimal (2013 und 2017) mit dem Österreichischen Kabarettpreis und dem Deutschen Kleinkunstpreis (2019) ausgezeichnet.

„Etwas Wahnsinnigeres und Schrägeres – und zugleich die Fantasie Anregenderes – gibt es derzeit kaum im heimischen Kabarett-Genre.“ (Kurier)

Regie: BLÖchl und penZINGER
Photo: Otto Reiter
mit & von: BLÖchl & penZINGER

Stefan Haider | Freifach: Herzensbildung

Samstag, 5. Oktober 2019

Freitag, 4. Oktober 2019 - AUSVERKAUFT

Wenn Ihre gegenwärtige Beziehung eine Ausbildung wäre – wofür würden Sie kämpfen? Für die Einführung der täglichen Turnstunde? Für mehr naturwissenschaftliche Versuche? Für mehr Autonomie? Oder doch für bessere Technik?!

Braucht es wirklich die zweite lebende Fremdsprache oder reicht es, wenn wir uns auf Deutsch missverstehen? Sollten Vermögensbildung und Herzensbildung abwechselnd am Stundenplan stehen oder müssen wir uns für eines von beiden entscheiden? Und warum überhaupt dem Herzen folgen, wenn das Navi soviel präziser ist?

Viele Fragen, eine Antwort: Ich weiß es noch nicht!

Stefan Haider stellt in seinem neuen Soloprogramm die Frage nach dem Sinn des Wissens. Egal, ob für die Schule oder für das Leben - was denn überhaupt lernen? Und wofür? Was Hänschen nicht lernt, hätte Hans vielleicht sowieso nicht gebraucht! Zeit für Freifach: Herzensbildung! So wird Bildung wieder zum Wohlfühlthema.

Pressefoto | ©Christoph Schramm

Blonder Engel | Ein bunter Strauß aus Liedern

Samstag, 26. Oktober 2019

„Seien sie mir jetzt bitte nicht böse,“ betrat Blonder Engel das in Blütenduft getränkte Florenreich des Blumenladens, „aber ich brauche einen total kitschig schiachen Blumenstrauß für ein Foto.“

„Ah, einen Fernsehstrauß wollen Sie also!“, antwortete die Verkäuferin, zielsicher zu Feuerlilie und Anthurie greifend. Vollprofi halt. „Darf ich fragen, wofür sie den brauchen?“

„Wissen Sie“, entgegnete der Himmlische derweil Calla und Sonnenblume in der ausladenden Opulenz des Bouquets ihren Platz fanden, „ich bin ein Künstler, der sich irgendwo zwischen Musik und Kabarett weigert, Programme zu spielen.“

„Wie darf ich das verstehen?“, frug die Dame weiter, während sie mit flinken Fingern die verschiedenfarbigen Gerbera im immer dichter werdenden Strauß arrangierte.

„Schauen Sie“, fuhr der Geflügelte fort, „ich bin quasi permanent am Schreiben. Und wenn ich neues Material habe, will ich das auch sofort spielen und ausprobieren können, eh klar. Na, und an einem anderen Abend würde dann vielleicht wieder mal eine alte Nummer besser passen, oder? Und eben genau das möchte ich mir offenhalten und mir die Freiheit bewahren, spontan sein zu dürfen — da ist dann halt ein fixes Programm mit seinem engen Korsett und den Routinefallen entlang des roten Fadens ein bisserl hinderlich, verstehen Sie?“

„Jede Vorstellung ein einzigartiges Erlebnis, wie?“, entgegnete die Verkäuferin und rundete das Bouquet mit Gräsern, Farnen und Blattwerk ab.

„Richtig!“ Der Engel strahlte. „Ein kleinkünstlerisches Unikum! Wenn man so will: Ein bunter Strauß aus Liedern, Abend für Abend frisch gepflückt!“

„Apropos Strauß“, sagte die Verkäuferin, stolz das Gebinde präsentierend, „Gefällt er Ihnen so?“ „Wunderschön!“, freute sich der Himmlische. „Vielleicht noch ein bisserl Cellophan rundherum? Was meinen Sie?“

„Ja sicher. Eine Manschette. Überhaupt kein Problem.“ Mit ein paar geschickten Handgriffen hatte sie den Strauß im Nu fertig.

Der Engel frohlockte. „Was bin ich schuldig?“, fragte er.

„Da machen wir 35 geradeaus.“, erwiderte die Verkäuferin. „Dafür bringen’s mir dann aber auch ein Plakat vorbei…“

Fotocredits: Marco Prenninger

Didi Sommer | Aufschneidn

Freitag, 15. November 2019

Didi erzählt eine Geschichte als: Pirklbauer Willi - Bauer und Jäger, 58 Jahre, 130 kg, 3 Kinder

Willi sitzt am Tisch, isst Speck, trinkt Bier und lässt die Menschen ungeniert an seinem Leben teilhaben, ist Vegetarier, aber Fisch und Schweinernes isst er schon... er erzählt von seinen Erlebnissen mit dem Dorfpfarrer und vom Wildessen und Schweineschlachten...

Zu Beginn des zweiten Teils besucht der Pirklbauer Willi seinen jüngsten Sohn Willi-Renè in Wien. Willi-René ist in die Stadt "owezogn", um an der BoKu zu studieren. Er lebt zusammen mit seiner Freundin, einer deutschen Psychologiestudentin und Vegetarierin... „na, mea brauchsd ned...“

Foto: Volker Weihbold

Clemens Maria Schreiner | Schwarz auf Weiß

Samstag, 30. November 2019 - AUSVERKAUFT

Das beste Kabarettprogramm seit der Erfindung des Humors.

Das kann man natürlich so nicht sagen. Aber oft genügt schon die
Schlagzeile. Steht ja da. Schwarz auf Weiß.
Wenn aber die Feder wirklich mächtiger ist als das Schwert – warum beherrschten dann nicht Gänse das Mittelalter?

Und was kann man überhaupt noch glauben?
Die News sind fake, die Fakten alternativ – und die schwärzesten
Schafe tragen die weißesten Westen.
Es braucht einen Abend, der Klarheit schafft. Jemanden, der die
Dinge beim vollen Namen nennt: Clemens Maria Schreiner.

Die Zähne geweißt und die Akten geschwärzt tritt er vor sein
Publikum.
Auf Worte müssen Taten folgen – aber davor sollten die Worte den
Daten folgen. Mit gezücktem Leserschwert bahnt sich Clemens
Maria Schreiner einen Weg durch das Dickicht der Details, liest
zwischen den Schlagzeilen und gibt komplizierte Antworten auf einfache Fragen.

Denn wer genau hinsieht, findet zwischen Schwarz und Weiß eine
Welt voller Grautöne.
Und Grau ist das neue Bunt.

Regie: Leo Lukas
Foto: Jan Frankl