Das Sixpack für Ihre Lachmuskeln

Stefan Haider | Free Jazz

Freitag, 29. September 2017 - AUSVERKAUFT

Die Welt ist kompliziert. Auch wenn zwanzig Prozent unserer Schulabgänger diesen Satz nicht sinnerfassend lesen können, ich bleibe dabei: Die Welt ist kompliziert.

Im Prinzip war sie das immer schon, aber jetzt fällt es uns gerade wieder einmal auf. Ständig sollen wir irgendwelche Probleme lösen, für die unser Hirn eigentlich zu klein ist. Nebenbei müssen wir noch unsere abendländische Kultur verteidigen, ohne genau zu wissen, was da alles dazugehört außer Maibaumumschneiden und Freibier. Und die digitale Revolution schränkt unsere Freiheit ein, wobei ja schon die Frage ist, wie frei man in einem Körper sein kann, der alle paar Stunden aufs Klo muss.

Als Religionslehrer und Kabarettist fühle ich mich natürlich doppelt verpflichtet, einen konstruktiven Beitrag in die aktuelle Debatte einzubringen. Wie gesagt: Es ist kompliziert. Und nur selten reichen die Informationen, um wirklich rational zu handeln. Improvisieren ist das Gebot der Stunde. Darum heißt mein neues Programm auch „Free Jazz“. Ob am Ende alles seinen Sinn hat und doch wieder die Liebe siegt, erfahren Sie im Programm. Ich freue mich auf Sie!

Omar Sarsam | Diagnose: Arzt

Freitag, 13. Oktober 2017 - AUSVERKAUFT

Auszug aus dem letzten Ambulanzbericht:

Anamnese:
Herr Sarsam gibt gleich zu Beginn unseres Anamnesegespräches an, keine Ärzte zu mögen, behauptet aber, selbst Arzt zu sein. Er kann nicht genau definieren wo oder seit wann die Symptomatik besteht, sagt jedoch, dass er gleich wieder weg muss „weil das Publikum auf mich wartet“.

Status:
Leicht reduzierter Allgemeinzustand, guter Ernährungszustand. Unsaubere Kleidung und Aussprache. Patient spricht in komplexen und widersprüchlichen Sätzen mit ständig wechselnden Akzenten. Meidet Blickkontakt.

Zusammenfassung:
Omar Sarsam hat nach mehreren Jahren enger Zusammenarbeit mit anderen Ärzten festgestellt, dass er nun selber einer von den Anderen ist. Freuen Sie Sich auf einen Abend, an dem Omar Sarsam aufdeckt, warum Ärzte manchmal sogar beinahe menschliche Züge annehmen…

Heilbutt & Rosen | Che GueVavra

Freitag, 20. Oktober 2017 - AUSVERKAUFT

Von adoleszenten Idealen und biederen Rebellionen

Wie viele idealistische Pläne zur Weltverbesserung sind schon geschmiedet und dann doch auf später verschoben worden? Wie vielen hat Arafats Palästinenserschal auf dem Schulhof zum Gefühl der Größe verholfen? Im Rahmen des neuen Solo-Programms zieht Helmuth Vavra Bilanz: Was ist von den hehren Plänen im Teenageralter übriggeblieben? Habe ich meine Ideale konsequent verfolgt oder für schnödes Geld verkauft? Bin ich ein Held, bin ich ein Loser oder bin ich gar zum Spießer geworden, etwas, das ich früher an meinen Eltern so unausstehlich gefunden habe?

„Mit nun bald 50 Jahren wird man sich bewusst, dass die Halbzeit des Lebens erreicht ist und man stellt sich die Frage, was auf dem eigenen Lebenskonto vorhanden ist und was man noch nicht gelebt hat“, erzählt Helmuth Vavra über die Entstehung seines neuen Programms. „Man fühlt sich wieder wie in der Pubertät, man rebelliert und beginnt sich neu zu orientieren. Mit meinem neuen Programm wollte ich deshalb ein Stück schreiben, das sich mit dieser aufregenden Lebensphase auf humorvolle Weise auseinandersetzt.“

BlöZinger | bis morgen

Freitag, 27. Oktober 2017 - AUSVERKAUFT

Seien wir doch ehrlich: Wer von uns hat noch nicht darüber nachgedacht, wie es wohl sein wird oder wie es sich anfühlt, wenn wir altwerden; welche Träume, Sehnsüchte, Ängste - aber auch Freuden - damit verbunden sind.

„Die ersten vierzig Jahre unseres Lebens liefern den Text, die folgenden dreißig den Kommentar dazu.“ (Schopenhauer)

In ihrem neuen Programm gehen BlöZinger mit vertraut blitzschnellen, präzisen Rollenwechseln und aberwitzigen Wendungen genau diesen Fragen auf den Grund. Denn „etwas Wahnsinnigeres und Schrägeres – und zugleich die Fantasie Anregenderes – gibt es derzeit kaum im heimischen Kabarett-Genre.“ (Kurier)

Alex Kristan | Lebhaft - „Rotzpipn forever“

Freitag, 10. November 2017 - AUSVERKAUFT

Samstag, 11. November 2017 - AUSVERKAUFT

Ein Glückskeks mit dem Zitat: „Lebe jeden Tag, als ob es dein letzter wäre“ als Ursprung des großen Aufstands. Wenn aus einem altbackenen Sprichwort eine Initialzündung zum Ungehorsam und Rebellentum wird, ja zum Leben ohne Limit, dann wird’s lebhaft!

Wer oder was genau ist eigentlich „der Mainstream“? Und warum eigentlich nicht die chinesische Lebensweisheit übernehmen? Wenn gestern angeblich wirklich alles besser war, warum nicht heute leben als gäbe es kein Morgen?

Yin und Yang ins Ungleichgewicht bringen. Raus aus dem Hamsterrad und rein in die Achterbahn. Einmal wirklich sagen, was man denkt. Keine Zeit für Kompromisse. Einmal ohne Fahrradhelm mit dem E-Bike glühen. In den Aufwachraum des Krankenhauses einen Kalender von 2028 hinhängen. Nicht fragen. Machen. Wenn die Pflicht ruft, sagen Sie ihr, sie rufen zurück.

Das kleine Problem an der entfesselten Lebensart: Gesetze kennen sehr wohl ein Morgen. Und so verbringt Alex Kristan nun eine Resozialisierungsnacht auf Staatskosten – dank mildem Richterurteil hat das Publikum aber uneingeschränktes Besuchsrecht.

Natürlich sind auch Kristans diverse Alter Egos und Parodien wieder mit von der lebhaften Partie und mengen sich in diesen Käfig voller Narren. Und: sind wir in Wahrheit nicht alle irgendwo irgendwie verhaftet?

Für Alex Kristan gilt in jedem Fall die Frohmutsverschuldung.
Er beherrscht den einzig wichtigen Tanz. Den aus der Reihe.

Gery Seidl | Sonntagskinder

Freitag, 24. November 2017 - AUSVERKAUFT

„Selfie, Selfie in der Hand – wer ist der Schönste im ganzen Land?
Du, mein fröhlich Sonntagskind – und alle, die auch eines sind.

Auf Wolke sieben lässt sich’s leben – beschallt von all der Medienpracht
woll´n wir einander ständig zeigen, was uns so cool und stylisch macht.

Sind auch die größten Donnerblitze für Sonntagskinder nur Feuerwerk,
das kleine Paradies auf Erden – mit Carport, Hochbeet, Gartenzwerg.

Das Leben zischt so schnell dahin – da wär’s doch blöd, wär’ man besorgt.
Wir leisten uns, was uns gefällt, und was nicht geht, das wird geborgt.

Selfie, Selfie in der Hand – auch wenn die Zeit langsam verrinnt:
Es is’, wia’s is, kannst eh nix mochn – ich war zum Glück ein Sonntagskind.“